Die Fachgruppe Gewalt gegen Lesben hat in den letzten 10 Jahren verschiedene Öffentlichkeitskampagnen in Berlin durchgeführt. Der Zusammenschluss der Vereine EWA e.V.-Frauenzentrum, Lesbenberatung Berlin e.V., TransInterQueer e.V. und Wildwasser e.V. hat nun mit Mitteln aus der Stiftung Deutsche Klassenlotterie einen Kurzfilm zur Gewaltprävention erstellt. Der ca. 50 Sekunden lange Trickfilm kann genutzt werden, um über Diskriminierung und die Anfänge von Gewalt ins Gespräch zu kommen. In diesem Film treffen vorwiegend männliche Fahrgäste an jeder Haltestelle der U-Bahn auf immer mehr lesbische Frauen. Verhalten sie sich anfänglich aggressiv pöbelnd, sind sie durch die Reaktionen der lesbischen Mitfahrenden zunehmend verwirrt, bis hin zum selbsterkennenden Lachen am Schluss.
Die Texteinblendung auf deutsch und türkisch am Filmende lautet: „Jede lesbische Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt und Diskriminierung“. Gewalt gegen Lesben wird in diesem Spot der Nährboden entzogen, indem Lesbisch-Sein als selbstverständlich und gesellschaftlich anerkannt dargestellt wird. Zudem soll der Spot dazu anregen, in einer potentiell bedrohlichen Situation überlegt und angemessen zu reagieren. Es wird mit Klischees gearbeitet um möglichst niedrigschwellig in das Thema einzusteigen. Lesbische Frauen stehen im Spot auch stellvertretend für eine Reihe weiterer gesellschaftlicher Gruppen, deren „Anders-Sein“ von vielen Menschen nicht respektiert wird.

Die Regie übernahm Teodora Ansaldo, für die Animation sorgte Thurit Antonia Kremer.

Der Kurzfilm kann ausgeliehen werden:
Fachgruppe Gewalt gegen Lesben c/o EWA e.V.-Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin T: 030/442 55 42, Gewalt-gegen-Lesben@gmx.de
0
0
0
s2smodern
powered by social2s
Anzeige:
Anzeige: